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Grundlagen : Mikrofone

von Fr, 5.Juli 2013 | 11 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Ersatzgeräuschpegel (auch Eigenrauschen oder Störspannungsabstand)
 Geräuschspannungsabstand (Signal-Rauschabstand)
 Klirrfaktor (auch THD - Total Harmonic Distortion)



Ersatzgeräuschpegel (auch Eigenrauschen oder Störspannungsabstand)



Der Ersatzgeräuschpegel bewertet das Eigenrauschen eines Mikrofons. Je kleiner die Mikrofonkapsel, desto anfälliger ist das Mikrofon für Rauschen. Mit unterschiedlichen Messverfahren wird dieser Störspannungsabstand gemessen und in dB angegeben. Zum Einsatz kommt hier meistens eine Messung nach DIN IEC 651 oder nach CCIR 468-3. Die Werte werden dann in dB(A) oder dB(CCIR) angegeben. Je kleiner der dB Wert desto geringer rauscht das Mikrofon bei der Aufnahme. Achtung, die dBA Messung liefert hierbei deutlich geringere dB Werte. Beim Vergleich unterschiedlicher Mikrofone deshalb genau darauf achten, nach welchem Meßverfahren bewertet wurde. Das Marketing einiger Mikrofonhersteller nutzt lieber den dbA Wert, weil dieser besser aussieht.



Geräuschspannungsabstand (Signal-Rauschabstand)



Der Wert für den sog. Geräuschspannungsabstand ermittelt sich aus dem Ersatzgeräuschpegel, den man von einem Referenzpegel von 1 Pascal (94dB-SPL) abzieht. Bei einem Ersatzgeräuschpegel von bsp. 19dB (CCIR) ergibt sich ein Geräuschspannungsabstand von 75 dB (CCIR).



Klirrfaktor (auch THD - Total Harmonic Distortion)



Der Klirrfaktor gibt Verzerrungen eines eigentlich sinusförmigen Wechselsignals an. Diese Verzerrungen können durch mechanische Bauelemente der analogen Signalverarbeitung verursacht werden oder durch induzierte Störfrequenzen, Interferenzen von außen etc.pp und führen zu sog. Oberwellen. Als Testsignal für den Klirrfaktor wird ein sinusförmiges eingespeist und dann das Ausgangssignal analysiert. Der Klirrfaktor gibt an, wieviel Anteil am Gesamtsignal die Oberwellen haben. Die Angabe erfolgt in Prozent und gilt als Angabe der Verzerrung eines Mikrofons. Das menschliche Gehör ist in Abhängigkeit von der Frequenz unterschiedlich empfänglich für Verzerrungen (Klirr) – im Bassbereich weniger, in höheren Frequenzen mehr. Hörbar ist der Klirrfaktor bei Mikrofonen ab 0,3 – 3 % je nachdem, was für ein Schallsignal aufgenommen wird (Sprache, Musik, Meßtöne). Dem Verständnis des Klirrfaktors bei Mikrofonen kommt vor allem bei der Angabe des Grenzschalldrucks Bedeutung zu.

Acht / Begriffsklärung Mikrofone
Grenzschalldruck / Frequenzgang / Empfindlichkeit (auch Feld-Leerlaufs-Übertragungsfaktor)


11 Seiten:
Einleitung
Kondensator- vs dynamisches Mikrofon / Kondensatormikrofon
Dynamisches Mikrofon
Richtcharakteristik / Kugel
Niere
Superniere
Keule
Acht / Begriffsklärung Mikrofone
Ersatzgeräuschpegel (auch Eigenrauschen oder Störspannungsabstand) / Geräuschspannungsabstand (Signal-Rauschabstand) / Klirrfaktor (auch THD - Total Harmonic Distortion)
Grenzschalldruck / Frequenzgang / Empfindlichkeit (auch Feld-Leerlaufs-Übertragungsfaktor)
Übertragungsbereich
  

[15 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
k_munic    17:59 am 9.9.2013
completely OFF-topic, aber ....: bleigefasste Fenster gedrechselte Möbel Sterling-Silber Geschirr ... … UND NE MIKROWELLE mitten im Wohnzimmer!!! Als Hintergrund!!...weiterlesen
Pianist    17:31 am 9.9.2013
Das Problem ist einfach, dass HF-Kondensatormikrofone und Elektret-Kondensatormikrofone extrem unterschiedlich klingen, so dass man sie kaum gemeinsam einsetzen kann. Ich merke das...weiterlesen
pixelschubser2006    17:22 am 9.9.2013
Vielen Dank für den Link zu Ty Ford. Absolut geil gemacht. Simpel und humorlos, dennoch sehr lehrreich und irgendwie unterhaltsam. Das Sennheiser Modulzeugs war übrigens früher...weiterlesen
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