| Grundlagen : Gradationskurven 1x1 von rudi Fr, 15.Juni 2007 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

Selektive Wahrnehmung
Wer normalerweise mit einer 3-Wege-Farbkorrektur arbeitet, kann viele Operationen ebenfalls mit Gradationskurven simulieren. Sogar mit mehr Freiheiten, denn die Bereiche für Schatten, Mitten und Lichter sind natürlich entlang der X-Achse frei wählbar. In der Praxis wird man sich dabei natürlich eher daran orientieren, welche Bereiche tatsächlich von der Veränderung betroffen werden. Ein waschechter Color-Grader hat dabei jedoch immer folgende Bereiche vor dem geistigen Auge:

Angenommen, man will diesem Bild einen blaueren Himmel zugestehen (eher Lichter) und dabei aber nicht dem Rasen (eher Schatten) einen Blaustich verpassen. Im Gegenteil, vielleicht könnte der Rasen noch einen Tick gelber werden, um satter zu wirken. Kein Problem: folgende Kurve verstärkt bei Blau vor allem die Lichter und spendet dem Rest einen Tick Gelb, weil durch die Reduzierung von Blau nun Rot und Grün in den Schatten stärker dominieren. (Farbentheorie: Rot + Grün = Gelb).

Sonst noch was?
Mit diesen Beispielen sind die Möglichkeiten der Gradationskurven natürlich bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ein einfacher Luma-Key ist beispielsweise durch eine invertierte Helligkeits-Kurve mit Schwellenwert zu erstellen...

Aber Maskenbearbeitung und Effektkombinationen gehören nun wirklich in einen anderen Artikel. Schließlich sollten hier nur mal die Basics dargestellt werden. Bis zum nächsten Mal.
[3 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | Michael Häupl (unregistered) 23:38 15.06. | | Sehr informativ!
Dachte ich kenne mich mit Gradiationskurven aus - aber da hab ich viel dazulernen können :-) |  | Murmeltier 22:14 15.06. | | In Avid Liquid 7 scheint es sowas leider nicht zu geben. Schade eigentlich, da man das Ergebnis an der veränderten Kurve gut interpretieren kann. |  | [ Alle Kommentare lesen]
[nach oben]
Weitere Artikel:
Grundlagen: Grundlagen Color-Grading Fr, 2.November 2007 Spätestens seit Apples Color ist Color-Grading in aller Munde. Um die ersten Schritte in die Grading-Welt zu starten sollte man die grundsätzlichen Arbeitsschritte kennen. Also werfen wir doch einfach mal einen theoretischen Blick darauf. | Grundlagen: Die Renderliste: After Effects Export-Tool Teil 2 Do, 12.Oktober 2006 Im zweiten Teil unseres After Effects Tutorials, das ganz dem Export von Medien über die Renderliste gewidmet ist, wollen wir uns an das „Customizing“ von After Effects heranwagen. Dazu gehört das Erstellen von eigenen Render-Pre-Sets, das Ausspielen einer Animation für diverse Medien, Automatisierungen nach dem Rendern, das Arbeiten mit Platzhaltern, Formatkonvertierungen zwischen PAL und NTSC, sowie das Ausspielen von Einzelframes zur Begutachtung. | Grundlagen: Die Renderliste: After Effects Export-Tool Teil 1: Basics Mi, 27.September 2006 Die Renderliste ist eine eigene kleine Welt in After Effects. Für Anfänger ungewohnt komplex - für Fortgeschrittene ein Segen weil individuell konfigurierbar. Wer sich erst mal genauer mit den Optionen der Renderliste beschäftigt hat, verfügt über ein mächtiges Export-Tool. | Test: DaVinci Resolve Lite für Windows - Erste Eindrücke Di, 31.Januar 2012 | Test: CS5 Files, Teil 6 - After Effects Sandy Bridge RAM Einflüsse Di, 29.März 2011 | Test: CS5 Files, Teil 5 – After Effects – Auswirkungen der Speicher-Geschwindigkeit Mo, 22.November 2010 | Essays: Ramen R.I.P Di, 2.November 2010 | Test: CS5 Files, Teil 4 – After Effects – Multicore und RAM Mi, 27.Oktober 2010 | Buchkritiken: Foundation Blender Compositing Do, 15.Oktober 2009 | Test: FINAL CUT STUDIO 3 - TEIL 3/Motion 4 & Compressor 3.5 & Fazit Do, 1.Oktober 2009 | Test: Der stille Klassiker - Combustion 2008 Di, 4.März 2008 | Interviews: Die Zukunft von Blender im Videobereich - Interview mit Ton Roosendaal Do, 28.Februar 2008 |
[nach oben]
| |
| |