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Essays : Logos und Design - Weniger ist mehr

von Mo, 22.August 2011 (Artikel auf einer Seite)


Es gibt ein Gerät bei dem Apple so viel richtig gemacht hat, dass ich es sofort, aber eben nicht blind kaufen würde. Nein, nicht das iPad oder das iPhone und eben auch nicht der alte Mac mini, sondern....





das MacBook Air SuperDrive!

Als ich das kleine Gerät das erste mal gesehen habe, war ich baff, und zwar in erster Linie von Design. Wirklich kaum größer als eine CD-Hülle strahlt der kleine Kasten eine schlichte Eleganz aus, die ich bei elektronischem Klimbims schon lange nicht mehr verspürt habe. An der Rückseite steht ein einziges USB-Kabel aus dem Gehäuse, ansonsten ist das Slot-In-Laufwerk einfach nur ein Klotz mit runden Kanten aus gebürstetem Aluminium.



Aber das schönste: Auf dem ganzen Gerät kein Logo weit und breit. Während Apple sein Logo auch dick auf den ansonsten fast ebenso eleganten Mac mini geklatscht hat, ist dies einfach nur ein minimalistisches Kästchen, das ich unbedingt im Wohnzimmer als CD- und DVD-Player stehen haben will.

Den MediaCenter-PC versteckt man irgendwo und einzig sichtbar bleibt dieses Laufwerk vielleicht prominent in der Mitte eines schlichten Regalbrettes zentriert (und das USB-Kabel vielleicht auch noch elegant durch das Brett gebohrt verlegt).

Aber Apple wäre nicht Apple, wenn es nicht einen Haken gäbe. Dann das MacBook Air Superdrive lässt sich ausschließlich an Macs betreiben, die kein integriertes Laufwerk haben. Windows- oder Linux-Maschinen bleiben sowieso außen vor. Doch scheinbar hielt das einige Hacker nicht auf, die das Gerät per Hardware-Modifikation dann doch zu einer Zusammenarbeit überredeten. Viel Aufwand, um in zum Einsatz dieses schlichten Gadgets zu gelangen.

Offensichtlich ist es wirklich das Design, das Apple zum Objekt der Begierde werden lässt. Dabei empfinde ich in diesem Fall das Gerät einfach nur so sexy, weil eben kein Logo auf dem Gerät prangert. Und so etwas ist heutzutage ja leider eine Seltenheit.

Vergleicht mal selbst, um wie viel besser Geräte ohne Logos wirken können:

Der alte Mac Mini mit und ohne Logo...



...oder mein altes Siemens Handy.



Geht es nur mir so, oder turnen Logos einfach nur ab?

Wer will denn so etwas im Wohnzimmer sehen?

?

Weglassen ist offensichtlich eine Kunst, die in in diesem Fall nicht mal Apple richtig beherrscht. Außer eben beim SuperDrive. Da stört es mich dann auch nicht, dass das Ding keine Blu-rays wiedergeben kann;)


Vielleicht noch zwei Anmerkungen:

1.Eigentlich dürfte man ja Apple gerade nicht sonderlich wegen des SuperDrive-Designs in den Himmel loben, da die Firma gerade Geschmacksmuster (also beim Patentamt hinterlegte Design-Entwürfe) dazu nutzt, anderen Tablet-Herstellern den Verkauf ähnlicher Geräte zu verbieten. Nun sind runde Ecken aber wahrlich nicht Apples eigene Erfindung. Um es frei mit Zaphod Beeblebrox zu sagen: Zehn Pluspunkte von zehn möglichen für guten Stil, aber ein paar Millionen Miese für solche Marktpraktiken...

2.Natürlich geht es mittlerweile doch, das Superdrive am PC zu betreiben, allerdings nicht als Boot-fähiges Laufwerk. Man muss hierfür nur die entsprechenden Treiber aus dem BootCamp-Verzeichnis entführen, was dann den Einsatz unter Windows möglich macht. Für echte Macs mit integriertem Superdrive haben wir bisher allerdings nichts vergleichbares gefunden.


    

[8 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
joey23    12:26 am 30.8.2011
Auch ohne Logo ist das Ding hässlich wie die Nacht. Und dann noch das hier: - in Edelstahloptik - Durch Knopfdruck wandelt der Player 2D-Inhalte in plastische 3D-Bilder...weiterlesen
markusk2006    07:56 am 29.8.2011
Ich wüßte gerne mal was die in Cuppertino zu der "Vergötterung" sagen. Vielleicht ist denen das selber peinlich, wer weiß. Klar machen Steve Jobs und sein Hofstaat das gerne...weiterlesen
radneuerfinder    12:18 am 24.8.2011
Ok, das Logo müsste man unter einer passgenauen quadratischen Häkeldecke verstecken, aber dafür gibts BluRay: http://www.bluray-3d.de/product/363/sam ... layer...weiterlesen
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