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/// Erfahrungsberichte : Computer

Erfahrungsberichte : Erste Erfahrungen mit Windows XP
von Holger Scheel Di, 20.November 2001    

  Einleitung
  Was noch positiv auffiel:
  Was noch negativ auffiel:

Seit 25.10.2001 ist es erhältlich, WindowsXP. Der gemeinsame Nachfolger der Consumerbetriebssysteme 95/98/ME und der Profibetriebssysteme NT/2000 vereint unter seiner neuen Bedienoberfläche Luna die komfortablen Möglichkeiten von WindowsME mit dem stabilen Betriebssystemkern von Windows2000. Dieser Erfahrungsbericht soll zeigen, wie sich das neue Windows beim Videoschnitt schlägt und helfen, Hürden beim Umstieg zu umgehen. Die Installation der HomeEdition fand auf einem etwas betagterem System statt:

Intel PentiumIII 800 auf Asus P3BF,
256MB SDRam CL2,
Matrox MilleniumMGA450,
Maxtor 20GB Systemfestplatte am onboard IDE und 60GB Raid am Promise Fasttrack66 - Raidcontroler.
Als Video und Audiokarten waren ferner eine dazzle DVNow sowie eine STAudio DSP2000 eingebaut.
Die weitere Peripherie bestand aus einem Epson1640 - Scanner und einem Epson StylusColor880 - Drucker.

Auf der Systemfestplatte c:\ befand sich ein voll funktionsfähiges Windows98SE.


Als erstes wurden alle Treiber für WindowsXP downgeloadet. Matrox, dazzle und STAudio hielten bereits XP-fähige Treiber bereit, bei allen anderen Geräten kamen die W2K-Treiber der Hersteller zum Einsatz.

Als zweites wurde mit fdisk eine 2. Partition auf der Systemfestplatte eingerichtet. Die Größen (3 GB für 98 und 5GB für XP) wurden so gewählt dass auf jeden Fall alle Systemdateien unter 8GB lagen (nicht zwingend notwendig, aber man will das Glück ja nicht hrerausfordern).

Unter Windows98 lädt die Selbststartende CD das Installationprogramm. Da Windows98SE erhalten bleiben sollte, wurde "Neuinstallation" und "Systempartition bei der Installation selbt bestimmen" gewählt. Nach dem Neustart (mit gleichzeitigem Einrichten eines Bootmanagers) wurde als Ziellaufwerk d:\ angegeben und mit NTFS formatiert. Im weiteren Verlauf der Installation (die übrigens insgesamt ca 1 Stunde dauerte) hat man (wie schon unter W2K) die Möglichkeit, mit F5 anstatt eines ACPI-Systems die übliche Ressourcenverwaltung (Standard-PC) zu erzwingen. Obwohl die ACPI-Integration deutlich besser sein soll als die der Vorgänger wurde hier die sicherere Variante Standard-PC gewählt. Die Hardwareerkennung fand eine 1394-Netzwerkverbindung und bot an, gleich die dazugehörigen Clients und Protokolle zu installieren. Da die Firewire-Karte aber nur für den Videoschnitt genutzt werden soll, wurde diese Möglichkeit nicht genutzt.

Nach dem ersten Systemstart (übrigens mit 800x600 statt mit 640x480 Punkten) präsentiert sich Windows mit der neuen Luna-Oberfläche. Alles ist halbtransparent, animiert und bunt. Wer´s schön findet kann es gerne lassen, allerdings ist der Ressourcenverbrauch dann ziemlich hoch. Aus diesem Grund wurden folgende Einstellungen geändert:

Unter Systemsteuerung - System - Erweitert findet sich hinter dem Button Systemleistungseinstellungen die Option "Für optimale Leistung anpassen". Im Reiter "Erweiter" sollte noch jeweils Prozessor und Speicher für Programme angepasst werden. In der Systemsteuerung finden sich auch die anderen Anpassungen; unter Anzeige - Designs kann das Schema "Klassisch" ausgewählt werden sowie unter Bildschirmschoner "Kein". Unter Darstellung "Windows Klassisch" einstellen und hinter dem Button Effekte die Übergangseffekte deaktivieren. Bei den Energieoptionen sollte unter Energieschema "Dauerbetrieb" angewählt und der Ruhezustand deaktiviert sein. In den Ordneroptionen kann man "Herkömmliche Ordner" auswählen und als Letztes unter Sounds/Audiogeräte - Sounds das Schema "Keine Sounds". Bei diesen Einstellungen fällt auf, das die Konfiguration der meisten Einstllungen sicherer und einfacher geworden sind, fast alles kann mithilfe von Schemata eingerichtet werden.

Die Eigenschaften der Taskleiste finden sich im Startmenü, auch hier kann der übersichtlichere ME/Win2K-Look eingestellt werden.

Abgewöhnen muss man Windows die dauernden Versuche, sich ins Internet einzuwählen. Sowohl der MediaPlayer als auch WindowsUpdate und die Produktaktivierung nerven dauernd mit diesen Einblendungen. Abschalten kann man das in der Systemsteuerung - System - Automatische Updates "deaktivieren" sowie im MediaPlayer unter Extras - Optionen. Eine Anleitung zum dauerhaften deaktivieren des Windows Messengers findet sich unter www.chip.de.

An dieser Stelle sollte man eine weitere Neuerung von Windows verwenden, das Systemprogramm "Einstellungen übertragen". Hiermit kann man alle Einstellungen von WindowsXP (Aussehen, Startverhalten, Benutzer usw.) genauso abspeichern wie eine Reihe von Benutzerdaten (Favoriten, Posteingang usw). Eine sehr schöne Funktion, die besonders Vielinstallierern entgegenkommt.

Nachdem alle Systemeinstellungen gemacht worden waren, wurden die Treiber für Raidcontroler, Grafikkarte und Soundkarte installiert. Dabei traten keine Probleme auf. Um die Systemleistung etwas einschätzen zu können wurde probehalber an dieser Stelle der Slashcam DV-Benchmark mit dem MSCodec durchgeführt. Die Werte lagen auf W2K-Niveau (Windows 2000 88,40,63 Windows XP 87,40,61.), eher etwas besser. Auch der subjektive Eindruch ist übrigens so. Die Benutzeroberfläche (nicht Luna) fühlt sich schnell an und die Dauer des Bootvorganges ist ähnlich der von Windows98SE. Hier hat sich also im Vergleich zu Windows2000 etwas getan.

Bei der Installation weiterer Programme gab es ebenfalls keine Probleme. Systemnahe Programme (Virenscanner, Brennprogramme, Datimanager) können allerdings problematisch sein. Man sollte also vorher die Website des Herstellers zu Rate ziehen, WinOnCD38 wird z.B. nicht empfohlen. Folgende Software wurde auf dem Testsystem installiert und lief ohne Auffälligkeiten:

ExcelViewer
PowerPointViewer
Word2000SV2
AcrobatReader5.01
Nero5.551 (XP-Ready)
Photoshop Elements
Premiere6.01
FastForward1.7 (Beta, XP-Ready)

In dieser Konfiguration gab es in ca. einer Woche Probebetrieb noch keinen Absturz. Hier macht sich die konsequente Umstellung auf den NT-Kernel bezahlt. Diese Stabillität wird nicht auf jedem System zu erreichen sein, schlechte Treiber oder instabile Hardware bereiten natürlich auch XP den Garaus. Wer allerdings jetzt schon unter W2000 ein stabiles System betreibt, dürfte wenig Probleme haben. Im Netz finden sich an einigen Stellen (z.B. PCWelt) Listen, welche Treiber und Software bereits seinen Dienst unter XP verrichtet. Hier nachzuschauen kann nicht schaden.



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