| Einführungen : Videoschnittkarten von rudi Mo, 9.April 2001 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Schnittlösungen mit spezieller DV-Hardware Unterstützung
Diese Lösungen bringen neben der reinen DV-Funktionalität noch zahlreiche Zusatzfunktionen mit, die mit spezieller Hardware erzeugt werden. Bis auf den DV-Toaster haben alle Karten eine Breakout Box, über die sich auch analoge Signale aufzeichnen und wiedergeben lassen. Ab 2000,- DM werden sogar Echtzeiteffekte möglich, die im harten Produktionsalltag die Arbeitszeit teilweise drastisch verkürzen. Außerdem glänzen die Pakete meist mit einer üppigen Software Zusatzausstattung.
Die bekanntesten Vertreter aus diesem Bereich sind:
Canopus Rex RT
Die Rex RT ist wohl die professionellste aller Karten unter 10.000,- DM (kostet auch knapp 8000,- DM). Unter einem entsprechend ausgestatteten PC (Dual Prozessor, Windows NT) erlaubt die Lösung zahlreiche Echtzeiteffekte, die auch beliebig kombiniert werden können. Durch den eingebauten Hardwarecodec stehen sogar Echtzeit-Komponenten-Ausgänge zur Verfügung, wodurch sich die Rex auch in professionellen Studios wohlfühlt.
Canopus DV-Storm
Diese Karte ist eine kleine Ausführung der Rex-RT, die sich eigentlich nur durch die fehlenden Komponenten-Ausgänge von der Rex-RT unterscheidet.
Electronic-Design DV Toaster
Durch einen eingebauten Zoran Chipsatz erlaubt die Karte auch die Aufnahme von analogen Videoquellen mit MJPEG-Kompression. Durch die mitgelieferten High-Speed Codecs, die ebenfalls von MainConcept lizensiert wurden, werden renderaufwendige Projekte deutlich schneller bearbeitet. Allerdings lassen sich die Clips laut Leseraussagen nicht ohne Rendern der Timeline mischen. Eine hauseigene Capturing-Software differenziert das Paket etwas mehr von der Konkurrenz.
Electronic-Design DV-Card
Die DV-Card unterscheidet sich vom Toaster nur durch eine zusätzliche Breakout-Box, die sich in einen leeren 5 ¼ Zoll Schacht des Computers einbauen läßt. Wer häufig seine Verkabelung wechselt dürfte sich daher über dieses zusätzliche Bonbon freuen.
FAST DV-Master
Die DV-Master ist das älteste noch erhältliche Board in dieser Übersicht. Da sie ebenfalls einen Hardwarecodec nutzt, ist sie –gemessen an ihrem Funktionsumfang- relativ teuer. Dafür ist die Karte als Pro Version mit dem Schnittprogramm Speed Razor erhältlich, welches in professionellen Kreisen einen guten Ruf geniest.
Matrox RT2000
Die RT2000 liefert ebenfalls Echtzeit-Effekte, die sich begrenzt kombinieren lassen. Durch die mitgelieferte Grafikkarte (eine leicht modifizierte Matrox G400) hat diese Lösung ihre Stärken in spektakulären 3D-Effekten, die allesamt in Echtzeit erzeugt werden. Außerdem erlaubt die Karte auch die Verarbeitung von analogen Signalen, die als MPEG2-Files auf der Festplatte landen.
Pinnacle DV500
Die DV500 wirbt ebenfalls mit Echtzeit-Effekten, kann aber nicht mehrere gleichzeitig anwenden. Sie besitzt ebenfalls analoge Ein- und Ausgänge, wobei jedes Signal intern in das DV-Format gewandelt wird. Dafür glänzt sie mit einer üppigen Software-Zusatzausstattung. Diese Karte gilt leider als etwas heikel was bestimmte PC-Komponenten angeht und arbeitet in manchen Systemen nicht zufriedenstellend.
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