Oft sind bei Consumer Kameras die manuellen Einstellungsmöglichkeiten stark begrenzt. Solange die Kameraautomatik zufriedenstellende Ergebnisse liefert, mag dies den durchschnittlichen Anwender nicht weiter stören, doch gibt es viele Situationen, wo nur durch gezieltes Eingreifen gute Qualität erzielt werden kann. Um etwa auf die Belichtung Einfluss nehmen zu können, müssen Blende und Verschlusszeit manuell einstellbar sein. Auch der sogenannte Weissabgleich, bei dem der Kamera mitgeteilt wird, welcher Farbwert als weiss gelten soll – dies ist je nach Lichtverhältnis unterschiedlich – sollte möglichst manuell gemacht werden können. Die meisten Kameras haben einen gut funktionierenden Autofokus. Wer jedoch auch den Fokus per Hand einstellen möchte – etwa bei einer Schärfeverlagerung – wird sich über einen Fokusring freuen, der viel präziser und intuitiver zu bedienen ist als ein Schieberegler. Neuerdings ist bei manchen Modellen auch ein Scharfstellen per Touchscreen möglich -- einfach den Teil des Bildes, der scharf sein soll, antippen, und fertig. Der Zoom wird in der Regel über einen Schieberegler geführt, nur manche Modelle bieten zusätzlich einen Zoomring am Objektiv.
Ein Sonderfall stellt übrigens die Schärfeeinstellung bei HD-Kameras dar. Da die Auflösung des Materials so groß ist, daß eine Schärfebeurteilung auf dem Display oder im Sucher kaum möglich ist, sollte eine Hilfsfunktion vorhanden sein. Oft kann etwa auf Knopfdruck ein Bildausschnitt im Display vergrößert werden (expanded focus), oder es wird über ein sog. Peaking grafisch im Display angezeigt, wann das Motiv scharf ist (dh. den größten Kontrast aufweist).
Viele manuelle Bedienelemente finden sich an (Semi-)professionellen Modellen
Nicht zu vergessen ist die Ergonomie: bei kleineren Modellen etwa sind Record-Knopf, Zoom und andere Bedienelemente wie Blende und Verschlusszeit oft schwer zu erreichen und somit unbequem zu bedienen. Es bedarf einiger Übung, bis eine harmonische Zoombewegung mit dem kleinen Finger erzielt werden kann. Oft kommt hinzu, vor allem bei kleineren Modellen, dass ein manuelles Einstellen, beispielsweise der Blende, nicht über einen am Gehäuse befindlichen Regler, sondern nur über einen Auswahl-Dialog via Touch-Screen / Display möglich ist. Dies stellt besondere Herausforderungen an eine effektive und schnelle Menüführung, damit man sich nicht durch eine vielzahl von Dialogen klicken muß, um zum gewünschten Parameter zu gelangen. Wie das Navigieren durch die Menüs erfolgt, per Touchscreen, Joystick oder (mittlerweile altmodisch) Drehrädchen, unterscheidet sich ebenfalls von Hersteller zu Hersteller. Am einfachsten und schnellsten läßt sich die Kamera jedoch nach wie vor über entsprechende Knöpfe und Schalter am Gehäuse kontrollieren, davon sollten also möglichst viele vorhanden sein. Da solche Bedienelemente jedoch Platz brauchen, an dem es oft mangelt, sind auch mehrfach belegbare Ringe ein guter Kompromiss.
Kontrolle via Menü im Display an Consumer-Modellen – über Knöpfe und Joystick oder per Touchscreen
Übrigens bieten heutige Camcorder allerlei Zusatzfunktionen, Filter und anderes mehr. Prinzipiell empfehlen wir, bei der Aufnahme die Finger von Effekten wie etwa Schwarz/Weiss-Aufnahmen oder einem falschen 16:9-Modus (nur noch bei SD-Cams relevant, da HD-Kameras per se 16:9 aufnehmen) zu lassen – alles, was diese Filter vornehmen, lässt sich genausogut später im Schnitt verändern, nur mit mehr Kontrolle. Sehr nützlich, aber nur bei Prosumer-Modellen vorhanden, ist dagegen ein ND-Filter, der bei hellen Aufnahmen hinzugeschaltet werden kann, wenn das Bild bei der kleinsten Blende noch immer überbelichtet wird, oder auch die Zebra-Anzeige, die überbelichtete Partien im Bild gestrichelt darstellt.
Naja,
diese Anforderungen halte ich für Beginner bis auf das wünschenswerte Weitwinkel nicht samt & sonders für unbedingt entscheidend. S...weiterlesen
Lu-Wen 16:31 23.07.
Wer ein Filtergewinde bei seinem Gerät haben möchte muss glaube ich locker 1000€ + X zahlen. Ausnahme bildet hier Panasonic mit dem 3D-Aufsatz.
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Timack 12:35 23.07.
ich würde auf eine hohe framerate achten weil ich viele sportvideos mach. ich habe zwar nicht so viel ahnung von camcordern aber wenn ich mir ein zule...weiterlesen
pailes 20:53 19.08.
720p ist übrigens nicht auf AVCHD-Lite beschränkt. 720p/50 bzw. 720p/60 (order auch geringere Bildraten) sind genau so AVCHD-konform wie 1080i oder 10...weiterlesen
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