| Einführungen : Linux - Die Videoschnitt-Alternative? von rudi Do, 3.Februar 2005 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

Linux hat viele Vorteile: Es ist grundsätzlich frei und kostenlos erhältlich, es kann höllisch stabil sein und es macht in vielen Bereichen mittlerweile einen Windows-Rechner völlig obsolet. Nur im Bereich Video- und Audio-Bearbeitung sah es bisher noch etwas düster aus.
Linux ist ein eigenes Betriebssystem (wie Windows) für viele Rechnerplattformen. Im Gegensatz zu Windows ist Linux aber ein offenes System, welches von tausenden Programmierern rund um den Globus entwickelt wurde. Und Linux hat gegenüber Windows einige Vorteile:
1.Es ist Open Source. Darunter versteht man, dass der gesamte Programmcode des Betriebssystems von jedermann eingesehen und verändert werden kann. Das hat den Vorteil, dass nicht jeder Programmierer ein Problem neu lösen muss, sondern sich bei zahlreichen anderen Programmen und deren Code bedienen kann. Die Folge ist (meistens) ein qualitativ besserer Code. 2.Das System stürzt praktisch nicht ab. Da abertausende Programmierer Einblick in den Quelltext des Programms haben, sind Programmierfehler meistens innerhalb weniger Tage nach deren Bekanntwerden schon behoben. Bei Microsoft kann es dagegen sogar mehrere Jahre dauern, bis ein bekanntes Problem mit einem Service Pack ausgemerzt wird. 3.Optimaler kostenloser Support. Bei Problemen stehen weltweit hilfreiche User in diversen Newsgroups zur Verfügung, die oft schon innerhalb weniger Stunden weiterhelfen können. Bei Microsoft ist der Support in der Regel kostenpflichtig, wobei es auch noch vom Zufall abhängt, ob man an der Leitung einen kompetenten Mitarbeiter erwischt. 4.Leichtere Konfiguration. Während Linux bis vor kurzem noch als schwer installierbar und nur kryptisch bedienbar galt, gibt es mittlerweile Tools, die die Installation und Wartung teilweise leichter gestalten als unter Windows. 5.Es ist schnell und konfigurierbar. Wer sich ein bisschen in die Tiefen der Kerneloptimierung einarbeitet, kann sich das Betriebssystem genau auf seinen Computer zuschneidern. Es gibt sogar Minimal-Installationen, die auf eine einzige Diskette passen! Dadurch könnte beispielsweise die volle Prozessorleistung für eine Videoschnittapplikation zur Verfügung gestellt werden. 6.Neben dem Betriebssystem stehen mittlerweile auch tausende Anwendungen bereit, die ebenfalls nach dem Open Source Prinzip entwickelt wurden und für jedermann verfügbar sind. 7.Neben vielen anderen Vorteilen: Es ist komplett kostenlos erhältlich!!!
Linux wird meistens in sogenannten Distributionen ausgeliefert. Unter einer Distribution versteht man ein ganzes Paket an Software, in dem nicht nur das Betriebssystem selbst steckt, sondern noch zahlreiche andere Applikationen wie Office-Pakete, Web-Browser, Server-Tools, Grafikprogramme etc. Während man diese Applikationen bei Windows meist gesondert hinzukaufen muss, werden sie bei einer Linux-Distribution mitgeliefert. Die meisten Distributionen sind dabei ebenfalls kostenlos im Internet erhältlich. Wer jedoch keine Flatrate besitzt, greift meistens zu einer einer kommerziellen Zusammenstellung auf mehreren CDs oder einer DVD, die man gegen einen entsprechenden Aufpreis im gut sortierten Buch- oder Computerfachhandel bekommt.
[12 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | du (unregistered) 18:18 27.11. | | verdammt, Linux ist der kernel und GNU/Linux ist das Betriebssystem!!! Ist das so schwer?! |  | fragestunde 20:38 17.09. | | Ubuntu Studio wäre für jeden Interessierten wohl mal einen Versuch wert.
Überzeugend für Linux-Neueinsteiger ist meiner Meinung nach...weiterlesen |  | (unregistered) 12:07 29.12. | | Also wer Cinelerra als Videoschnittsoftware unter Linux verwenden will,
der sollte als Distribution entweder Debian Sid oder Fedora einsetzen....weiterlesen |  | (unregistered) 13:02 25.11. | | freddiecarlton hat folgendes geschrieben: Übrigens: Für einige Kenner der Materie ist Kino http://www.kinodv.org/ bereits so etwas wie das &qu...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
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