Ein modularer Camcorder würde dem Konsumenten somit auch ein Stück Investitionssicherheit vermitteln. Denn solange ein Käufer weiß, dass er jederzeit aufrüsten kann, ist er auch bereit mehr zu investieren. Dies kann jedoch nur funktionieren, wenn ein offener, einheitlicher Standard vorliegt. Vielleicht wird sich im professionellen Bereich in dieser Hinsicht schon bald etwas bewegen. Denn viele Fernsehsender wollen den Formatkrieg der Hersteller nicht mehr mitspielen. Hier gibt es einfach zu viele digitale Formate und kein Sender kann es sich erlauben, für viele Millionen Euro Schnittplätze und Camcorder anzuschaffen, die vielleicht in zwei Jahren nur noch eine Insellösung darstellen, weil sie sich nicht durchgesetzt haben. Daher basieren die meistens Standards nur noch auf zwei Formaten. Die beiden „Großen“ der Branche sind sich dabei allerdings immer noch nicht ganz einig: Sony setzt auf MPEG2 und Panasonic bohrt eher das DV-Format nach oben auf.
Der ideale Camcorder
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der ideale Camcorder modular nach offenen Standards aufgebaut sein sollte. Dies ließe sich sogar soweit treiben, dass man sich aussuchen könnte, ob man nun ein DV-Bandlaufwerk, eine Festplatte, einen Flash-Speicher oder einen BluRayRecorder einbaut, die alle beliebige MPEG2 oder DV-Formate aufzeichnen können. Displays, Gehäuse, Optiken, CCDs, Akkus, Signalwandler, und Audiokomponenten sollten frei von verschiedenen Herstellern kombinierbar sein. Dann wäre es auch einfach, seinen Camcorder beispielsweise auf HD aufzurüsten, wenn man mit DV nicht mehr zufrieden ist. Doch diese Idee wird mit Sicherheit noch einige Zeit eine Illusion bleiben. Die Hersteller verdienen einfach noch zu gut, indem sie „nur“ Komplettlösungen anbieten. Ein Argument der Industrie sind dabei die hohen Investitionskosten für neue Technologien. Beispielsweise zahlen jetzt gerade die Profis noch hohe Preise für HD-Komponenten. Sind hier die Entwicklungskosten einmal hereingespielt, können diese Komponenten günstig in Masse produziert werden und erreichen auch den ambitionierten Konsumenten.
Udo Schröer hat folgendes geschrieben: Die beste Kamera ist immer noch das Auge, und da es uns auch nicht nöglich ist immer alles gleich schar...weiterlesen
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