Es dürfte noch etwas dauern, bis HDV auch in den Bereich der kostengünstigen Einchip-Camcorder Einzug erhält. Bis es soweit ist, wird auch in diesem Bereich DV weiterhin die Hauptrolle spielen. Stellt sich bloß die Frage, wie sich die Hersteller in naher Zukunft voneinander unterscheiden wollen.
Wer sich heute eine günstige Videokamera unter 2000 Euro anschaffen will, bekommt mit dem DV-Format eine ausgereifte Technologie in die Hände. Die Einstiegspreise sind mittlerweile auf knapp 300 Euro gefallen.
Der feine Unterschied
Da fragen sich viele kaufwillige Einsteiger unwillkürlich, wo denn eigentlich noch die Unterschiede zu den Mittelklasse-Modellen liegen. Schließlich sollten 800.000 Pixel für einen Videoaufnahme bei einem Einchipper ja völlig ausreichend sein, und unter dieser Pixelauflösung bekommt man praktisch kein DV-Modell mehr, sei es auch noch so günstig.
Sparpotenzial liegt dabei in erster Linie bei der Optik. So rauben günstige Linsenkonstruktionen meistens deutlich mehr Licht als nötig und verzerren überdies noch deutlich in den Ecken. Bei solchen Modellen beschleicht den Betrachter oft das Gefühl einer leichten und natürlich ungewollten Fischaugen-Optik. Doch selbst dieses Problem haben die Markenhersteller mittlerweile größtenteils im Griff. Außerdem lassen sich solche Einschränkungen durch ausprobieren vor dem Kauf leicht entlarven.
Das nächste Manko ist die Lichtempfindlichkeit an sich. Hier sind die teureren Kameras noch klar im Vorteil, weil die günstigsten Modelle deutlich kleinere CCDs besitzen. Wer jedoch hauptsächlich bei Sonne im Urlaub filmt, wird in dieser Hinsicht auch kaum einen Unterschied feststellen. Nur der spontane Innenraumfilmer ohne zusätzliche Beleuchtung schaut hier in die Röhre. Ob dieser allerdings der typische Käufer einer VX-2100 ist, sei dahingestellt. Denn unter 600 Euro sind die Unterschiede in der Lichtempfindlichkeit zwischen den erhältlichen Modellen ebenfalls nicht sonderlich groß.
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