Damit gleich klar ist, an wen sich dieses Buch wendet, ist dem Buch ein Fragebogen vorangestellt: da kann man testen, ob man aus dem Holz ist, aus dem digitale Guerillas geschnitzt werden. Uns gefiel besonders die Frage: „Do you synchronize your personal sleep cycle with your computer’s rendering cycle?“
Die Arbeitssituation der „di-guerrilla“ ist geprägt von folgenden Voraussetzungen: keine Zeit, leider auch kein Budget, Material von sehr unterschiedlicher Art und Qualität, sowie begrenzte Ausrüstung. Was wiederum folgende Eigenschaften seitens des diguerrillas verlangt: Flexibilität, Mobilität, Erfindungsreichtum und Improvisationsgabe, schnelle Reaktionen, Mut und Unverfrorenheit (nebst einem Hang zum Masochismus).
Um unter diesen Umständen (ausreichend) gute Resultate zu erzielen bzw. liefern, bedarf es gewisser Tricks und Methoden – und um die geht es hier. Nicht die Handhabung spezieller Camcorder oder Programme steht im Mittelpunkt, sondern: wie meistere ich die verschiedenen Phasen meines Projektes, um nicht zu sagen, all die Probleme unterschiedlicher Art, die sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit früher oder später einstellen werden. Das Buch richtet sich dabei vor allem an diejenigen, die für Geld (oder Ehre) produzieren, nicht unbedingt an Kunstfilmer – obwohl natürlich auch diese mit ähnliche Probleme zu kämpfen haben (kein Geld z.B.). Die Wahl des Metaphernfeldes, der Guerilla-Kampf (übrigens konsequent durchgezogen), dürfte jedem, der schon mal bei einer wenn auch kleinen DV-Produktion dabei war, nur allzu gut einleuchten.
Kurz: Dieses Buch vermittelt vor allem 2 Dinge: die richtige Geisteshaltung, um Kamikazeprojekte im Bereich digitales Video in Angriff zu nehmen, und strategische Vorgehensweisen, diese zu meistern. Außerdem ist es gespickt mit Tips und Denkanreizen, und ziemlich amüsant geschrieben.
Buchkritiken: Data Beckers große Videoschule Fr, 20.März 2009 Dieses Buch war eine harte Nuß für uns, denn überraschende Selbstzweifel stellten sich bei der Lektüre ein. Was darf man eigentlich von einem Fachbuch erwarten? Sind wir zu streng? Kann es sein, daß wir an der Zielgruppe vorbeikritisieren? Wenn ja, wäre das schlimm? Oder sollte man nicht lieber nett sein? Haben uns für letzteres entschieden (aber fragen uns immer noch, warum).
Buchkritiken: Developing Digital Short Films So, 29.August 2004 Man braucht nicht unbedingt viel Geld, um einen Kurzfilm zu realisieren, sondern vor allem gute Ideen. Und kommen die Ideen nicht von allein, so gibt es sogar Techniken, wie man seine grauen Zellen dazu bewegen kann, welche zu produzieren. Wie das geht, und wie man seine Ideen in einen Film umsetzt, ist Thema dieses Buches.
Buchkritiken: Das fliegende Auge. Mi, 22.Januar 2003 Michael Ballhaus, der Großmeister der bewegten Kamera, der u.a. mit Fassbinder drehte und jetzt als Director of Photography den aktuellen Film von Martin Scorsese "Gangs of New York" maßgeblich mitgestaltete, ist seit über 40 Jahren im Geschäft. In diesem Buch erzählt er im Gespräch mit Tom Tykwer von seinen vielfältigen Erfahrungen, über unterschiedliche Drehsituationen, die Zusammenarbeit mit Regisseuren und Schauspielern etc. Dabei ist ein sehr unterhaltsamer Blick hinter die Kulissen entstanden.