Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Producing great Sound for Digital Video“: Hier geht es extrem ausführlich ausschließlich um die Welt der Audio-Postproduktion. Zum Thema Akustik erfährt man z.B., wie sich Geräusche im Raum verbreiten, und wie man als Folge dessen sein Tonstudio einrichten muß, um wirklich genau das zu hören, was der Computer gerade abspielt. Da können überraschend kleine Maßnahmen wahre Wunder bewirken. Natürlich erfährt man auch, welche Meßgeräte, Monitore, Verstärker und Mixer man braucht, und wie sie miteinander verkabelt werden müssen, ohne daß die Signale abgeschwächt oder gestört werden, und ähnliches. Was unterschiedliche Typen von Audio-Software von einander unterscheidet und für welche Aufgaben sie jeweils geeignet sind, wird ziemlich ausführlich erklärt, allerdings wären einige explizite Nennungen von Produktnamen hilfreich gewesen. Das dürfte allerdings das einzige sein, was in diesem 400 Seiten umfassenden Buch an Informationen fehlt.
Bevor man loslegen kann, seinen Sound zu bearbeiten, muß er logischerweise auf die Festplatten transferiert werden. Was es hier zu beachten gibt, vor allem wenn das Material in analoger Form vorliegt, oder extra aufgenommen wurde und nicht mit dem Bildmaterial synchron ist, geht der Autor gründlich und geduldig durch. Welches die bewährten Mikrophonpositionen bei Voice-Over-Aufnahmen sind und welche Mikros sich am besten dafür eignen wird ebenso akribisch beschrieben, ja sogar einige Ratschläge, wie man bei Sprachaufnahmen Regie führt finden sich in diesem Abschnitt.
Um das ganze etwas abzukürzen: In den weiteren Kapiteln dieses Buches findet der interessierte Videograf mit Sicherheit alles, was er/sie je über den Einsatz von Equalization, Delay, Pitch, Noice Reduction etc. wissen wollte, wenn nicht noch mehr. Dabei wird es nie rein theoretisch, im Gegenteil ist der Autor darauf hinaus, praktikables Wissen zu vermitteln (was ihm gelingt). Das Ganze wird mit vielen Hörbeispielen unterstützt. Auf der mitgelieferten Audio-CD finden sich außerdem Testtöne zum Kalibrieren der Anlage und Audiomaterial für die Schnittübungen.
Wer sich noch kaum mit Sound beschäftigt hat, sollte sich besser den Band „Producing great Sound for Digital Video“ besorgen, wo der ganze Workflow beschrieben wird statt nur die Postproduktion. (Beide Bücher zu kaufen, lohnt sich nur bedingt, denn es gibt einige inhaltliche Überschneidungen.) Wer sich allerdings schon etwas auskennt, sich sowieso mehr für den (Ton-)Schnitt interessiert, und bereit ist, tief in die Welt der Dezibels einzudringen, ist mit diesem Buch bestens bedient.
Buchkritiken: Producing Great Sound for Digital Video. Sa, 22.Februar 2003 Daß die eingebauten bzw. mitgelieferten Mikros nicht gerade zu den hervorragenden Features handelsüblicher DV-Camcorder gehören, dürfte allgemein bekannt sein. In der ersten Ausgabe von „Great Sound..“ empfahl der Autor noch dementsprechend drastisch, das Buch am besten erstmal dazu zu nutzen, eben solche schlechten Mikros vom Camcorder zu kloppen.
Test: Drahtlos im Heimkino - Creative Inspire Wireless S2 Di, 8.Juni 2010 Die Entscheidung für ein eigenes Heimkino ist ja bei den aktuellen Beamerpreisen eigentlich keine Frage des Budgets mehr.Zum größten Problem (oder auch zum unvorhergesehenen Kostenposten) wird dabei jedoch oft die Audio-Integration und deren Verkabelung. Mit einer drahtlosen Lösung kann man sich dabei durchaus Nerven sparen...
Ratgeber: Mobile Audio-Helfer – Vier Fieldrecoder kurz betrachtet Sa, 5.September 2009 Mini-Audio-Recorder, die auf Festspeicher aufzeichnen sind bei vielen Filmern schwer in Mode. Wir wollten einmal exemplarisch zeigen, was an solchen Geräten zu beachten ist und wie sie jedermann in in der Video-Praxis gewinnbringend einsetzen kann.