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/// Basiswissen Videoproduktion : Sonstige

Basiswissen Videoproduktion : Weitwinkelkonverter
von rudi Mi, 13.Januar 2010    


Für praktisch jeden Camcorder, der ein Schraubgewinde vor dem Objektiv besitzt, sind von verschiedenen Herstellern Weitwinkelvorsätze (Weitwinkelkonverter) lieferbar. Durch einen solchen Vorsatz kann die Kamera einen größeren Bildwinkel aufnehmen und scheint weiter vom Objekt entfernt zu sein. Daher eignet sich ein solches Objektiv besonders bei Aufnahmen in engen Räumen oder Autos.

Grundsätzlich gewinnen Bilder durch einen solchen Konverter mehr Weite und nehmen den Aufnahmen etwas von dem klassischen „Heimvideo“-Ausschnitt. Besonders gängig sind zwei Brennweitenfaktoren von x0,7 und x0,5 wobei die kleinere Zahl den Blickwinkel stärker vergrößert. Viele (auch teurere) Weitwinkelvorsätze neigen allerdings dazu, das Bild entweder sichtbar zu verzerren oder es werden schwarze Ringspuren am Bildrand sichtbar, die so genannte Vignettierung.

Unter den günstigen Modellen findet man meistens überhaupt keine Modelle, die verzeichnungsfrei arbeiten. Die entstehenden schiefen Linien sehen dabei meistens unprofessioneller aus, als eine Aufnahme ohne Konverter. Nur selten ist dieser Effekt gewollt, vor allem wen er extrem eingesetzt wird, wie bei einem Fisheye-Konverter.

Nicht zuletzt schluckt ein zusätzlicher Konverter natürlich immer Licht und verstärkt auch die chromatischen Aberrationen.

Teilweise bieten Hersteller Weitwinkel-Konverter an, die speziell für eine bestimmte Consumer-Kamera-Serien-Optik konstruiert wurden. In der Praxis haben wir jedoch auch hier noch kein Consumer-Modell gesehen, dass keine sichtbaren Verzeichnungen und deutlich chromatische Aberrationen erzeugt hat.

Aus all diesen Gründen ist ein Weitwinkelkonverter immer nur die zweitbeste Lösung gegenüber einer weitwinkeligen Optik. Dennoch kann die Wirkung einer weitwinkelingen Aufnahme den Einsatz eines solchen in vielen Fällen rechtfertigen.


   

[12 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
rudi   11:39   13.01.
Ich habe es ausprobiert, Ihr hattet recht.
Der Winkel bleibt immer gleich.

Viele Grüße

Rudi
domain   23:12   09.01.
srone hat folgendes geschrieben: ich würde sagen, nein denn solch ein converter ist ja kein eigenständiges objektiv sonder nur ein vorsatz vor...weiterlesen
srone   22:43   09.01.
ich würde sagen, nein denn solch ein converter ist ja kein eigenständiges objektiv sonder nur ein vorsatz vor ein bestehendes (sieht man auch daran, d...weiterlesen
Debonnaire   22:34   09.01.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein zu grosser Konverter auf einem kleineren Objektiv einen ähnlichen Effekt hat, wie der Verlängerungsfaktor, ...weiterlesen
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