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/// Basiswissen Videoproduktion : Sonstige

Basiswissen Videoproduktion : Farbtemperatur und Mischlicht
von rudi Di, 22.Dezember 2009    


Auch wenn man sich als Filmer nicht mit speziell mit Lichttechnik auseinander setzen will, um den Terminus Farbtemperatur kommt man nicht herum: Die Farbtemperatur beschreibt typische Verteilungsformen eines Farbspektrums. Lampen (auch professionell Leuchtmittel genannt) tragen hierfür Bezeichnungen wie Tageslicht, Hellweiss oder Warmton. Auch Kunst- und Tageslicht haben verschiedene Farbtemperaturen. Das bedeutet, dass die Zusammensetzung des Lichtes aus verschiedenen Farbanteilen unterschiedlich ist. Mal ist Rot stärker vertreten, dann wieder Blau. Die Farbtemperatur wird in KelvinKelvin im Glossar erklärt (K) gemessen. Dabei stehen beispielsweise 5600 K für Tageslicht oder 3400 K für eine bestimmte Kunstlichtart. Das menschliche Auge (oder vielmehr das Gehirn) reagiert auf solche Situationen schnell und korrigiert den entstehenden Farbstich automatisch. Theoretisch macht dies auch der Camcorder durch seinen automatischen Weissabgleich. In der Praxis ist es jedoch oft nötig hier manuell einzugreifen.

Auf jeden Fall sollte man es vermeiden Tageslicht mit Kunstlicht zu mischen. Wer es nicht glaubt, filmt am besten einmal eine Person, die von der einen Seite durch ein Fenster beleuchtet wird und von einer weiteren künstlichen Lichtquelle bestrahlt wird (sogenanntes Mischlicht). Man wird auch bei einem manuellen WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt immer einen extremen Farbstich erhalten, je nachdem welche Lichtquelle die Person stärker beleuchtet. Dieser Effekt lässt sich zwar abmildern, indem man vor die Kunstlichtquelle einen Blaufilter spannt (blaue Folie oder ähnliches). Für die Ausleuchtung der Szene ist es jedoch in jedem Fall besser, den Raum komplett abzudunkeln und einheitliche Lichtquellen mit gleicher Farbtemperatur zu verwenden.

Und eben aus letztem Grund sollte man sich beim Einsatz von günstigen, nicht professionellen Lichtquellen, schon beim Kauf ein großes Ersatzlampenlager des selben Typs zulegen oder gleich alle Lampen mit spezieller Markenware bestücken, die jederzeit wieder beschafft werden kann. Denn auch zwischen verschiedenen Lampen kann schnell eine Mischlicht-Falle entstehen. Dies führt uns direkt zu der Gretchenfrage: Was gibt es eigentlich für günstige Lichtquellen?


   

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