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/// Basiswissen Videoproduktion : Sonstige

Basiswissen Videoproduktion : 35mm-Adapter
von rudi Di, 12.Januar 2010   


Ein gravierender Unterschied zwischen Video und Film sind die unterschiedlichen Schärfentiefe-Bereiche der beiden Aufnahmeformate. Video besitzt aufgrund der deutlich kleineren Aufzeichnungsfläche der Bildwandler einen viel größeren Schärfebereich, weshalb sich nicht so künstlerisch mit Unschärfeebenen spielen lässt wie auf 35mm.

Anwender, die dennoch nicht auf den echten Look von 35mm verzichten wollen, begeistern sich daher immer öfter für 35mm-Adapter. Auf diesem Adapter lassen sich 35mm Objektive befestigen. Der eigentliche Clou des Geräts ist jedoch eine halb-transparente Milchglasscheibe im Inneren des Gehäuses. Das Licht fällt bei diesem Prinzip durch das 35mm-Objektiv auf die Milchglasscheibe und wird dort in einer Fläche abgebildet, die dem Originalformat eines 35mm-Bildes entspricht. Dadurch entsteht auf der Scheibe eine geringere Schärfentiefe, die dann vom dahinter liegenden Bildwandler abgefilmt wird. Damit die Struktur der Milchglasscheibe nicht sichtbar wird dreht in aufwändigeren Modellen ein Motor die Milchglasscheibe im Kreis.

Der Hauptnachteil eines 35mm-Adapters liegt natürlich im verbundenen Lichtverlust. Denn die Milchglascheibe schluckt meistens locker eine BlendeBlende im Glossar erklärt Licht. Dazu kommen die Fehler-Anfälligkeit der aufgesetzten Konstruktion, die Geräusche des Scheibenmotors sowie ein immer noch sichtbares Korn der Scheibe. Auch Vignettierung sowie die ausschließlich manuelle Objektiveinstellung machen das Filmen mit einem solchen Adapter sehr umständlich. Die Ergebnisse rechtfertigten jedoch oft den entsprechenden Zusatzaufwand.

Seit ca. einem Jahr bieten jedoch manche digitalen Spiegelreflexkameras (DSLRs) die Möglichkeit HD-Videoaufmahmen zu erstellen. Hier kann ohne aufwändige Adapterkonstruktion direkt die vergrößerte Chipfläche der Kamera genutzt werden. Auch bei dieser Alternative gibt es beim Dreh noch viele Hürden zu umschiffen (z.B.: schlechte Codecs oder wenig manuelle Kontrolle). Jedoch bewegt sich in diesem Markt gerade sehr viel, weshalb 35mm Adapter in Zukunft wohl eine immer geringere Rolle spielen werden.


  

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